18. Januar 2013

Spotify, Musikentdeckung, längste Songs

Ich bin begeisterter Nutzer von Spotify. Das schon seit mehreren Jahren, also schon zu Zeiten als es in Deutschland noch gar nicht verfügbar war; ich konnte damals einen norwegischen Beta-Zugang ergattern, den ich mittlerweile in ein Premium-Abo gewandelt habe. Meine Art Musik zu entdecken wurde durch Spotify grundsätzlich geändert; mittlerweile hat sich ein System herauskristallisiert, das für mich unglaublich effektiv erscheint und wodurch ich Fanastillionen neuer Musikeindrücke und Bands kennenlernen durfte.

Ich habe zwei Playlisten zum Entdecken: Eine "Songs I want to listen to"-Playlist, und eine "Songs I know now"-Playlist. Lieder, die ich aufschnappe, oder Bands die ich über Last.fm oder Youtube entdecke, gehen in Playlist Nummer 1. Diese Playlist höre ich, wenn ich Lust nach etwas neuem habe. Sobald ich die Songs/Bands wiedererkenne, kommen sie in Playlist Nummer 2. Dort befinden sich also alle von mir entdeckten und mittlerweile bekannten Lieder, von denen einige, sobald sie eine gewisse Qualität erreichen, in eine "Best of songs I know"-Playlist wandern; die beiden letztgenannten Playlisten umfassen mittlerweile zusammen etwa 350 Songs.

Und von diesen beiden Playlisten stelle ich euch die fünf LÄNGSTEN Lieder vor. Mein Musikgeschmack hat sich grundlegend nicht verändert; wenn ihr meinen Blog schon eine Weile verfolgt, wisst ihr um was geht. Die Playlisten sind also nach wie vor recht Black- und Düster-Metall beladen. Hinzugekommen sind allerdings Post-Rock- und Ambient-Bands, die sich in meinem mittlerweile präferierten Musikgenre austoben. In dem Moment in dem ich diese Zeilen hier schreibe weiß ich im übrigen selbst noch nicht welche fünf Songs die LÄNGSTEN sind. Ich lasse mich überraschen. Und zwar.... jetzt!

  • Mourning Beloveth - Nothing (The March of Death) - 19:44


Mourning Beloveth. Ganz ganz alte Blogleser mögen sich noch erinnern; ich hatte mal den Song "Autumnal Fires" vorgestellt, damals genauso wie heute "Nothing (The March Of Death)" nur in zwei Teilen auf Youtube verfügbar. Nun, was soll man dazu sagen: Melancholischer, nein, besser depressiver Doom in Überlänge. Mit fast 20 Minuten Spielzeit natürlich sehr nahe der Schmerzgrenze, im Grunde hätte man natürlich auch sehr gut zwei oder drei Songs aus diesem Längenopus machen können. Ich finde der Song hat etwas; bei richtiger Stimmungslage entfaltet sich die getragene Schwere des Liedes verdammt gut. Einzig und allein den Sprechgesang im ersten Teil, der den gerade gesungenen Text noch einmal im Hintergrund wiederholt empfinde ich nach wie vor als recht störend.




  • Altar of Plagues - Neptune is Dead - 18:45


Und weiter gehts mit depressiver Musik: Black Metal von Altar of Plagues. Die Iren spielen in Teilen des Songs fast schon klassisch geschramelten Black Metal, der aber immer wieder von atmosphärischen Post-Metal Teilen unterbrochen ist. So entspinnt sich eine schöne atmosphärische Mischung aus den zwei Genres, die ich mir ab und an gerne antue.



  • Yndi Halda - Illuminate My Heart, My Darling - 17:32


Yndi Halda, eine der vielen vielen Bands die ich auf die oben beschrieben Weise entdeckt habe und mittlerweile sehr gern höre. Die aus England stammenden Post-Rocker heben sich durch den konsequenten Einsatz von klassischen Instrumenten aus der Masse der anderen Bands des Genres heraus; gefällt mir äußerst gut. "Illuminate my Heart, my Darling" baut sich langsam mit einer Kombination aus Geigenspiel und verzerrter E-Gitarre zu einem Post-Rock-Teil auf und hangelt sich dabei von ruhigeren Stellen zu weiteren Höhepunkten immer weiter.



  • Yndi Halda - Dash and Blast - 16:52


Noch einmal Yndi Halda. "Dash and Blast" ist mein Lieblingssong der Band, vom Aufbau her ähnlich zum vorigen. Die Anfangsmelodie (der Song beginnt eigentlich erst ab rund 2:00) ist einfach und trotzdem hinreißend gut, die immer intensivere Beschallung verdammt mitreißend. Anhören! 



  • Ocoai - Grimpeur - 13:11

Nun zum grandiosen Finale! Ocoai spielen ein Genre-Mix aus Metal, Instrumental, Post-Rock und noch vielen Sachen mehr. "Grimpeur" beginnt mit einem schönen Akustik-Intro, wechselt nach ein paar Minuten zu einem etwas rockigeren Sound, um zum Ende hin wieder an das Akustik-Intro anzuschließén und ein paar Variationen des selbigen abzurattern. Sehr angenehmes Lied.

1 Kommentar:

  1. Schau doch mal den Künstler "Monstercat" an. 79 Songs, meist mit 1 Stunde länge. Sind aber nur Mixes.

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